Constantin Film

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Constantin und RTL drehen in der Sächsischen Schweiz 27.08.2010


„RTL steht interessanten Serienkonzepten offen gegenüber“, konstatiert Friedrich Wildfeuer, der nach seinem Ausscheiden bei Typhoon Film als Geschäftsführer für Constantin Television nun in erster Linie Serien und Movies entwickelt. „Und das Konzept von ,Mein Land‘ kam sehr gut an. Es überzeugte mit seiner Tonalität, seinen Figuren und dadurch, dass es kein urbanes Polizeiformat ist.“ Die Action-Comedy ist in der Sächsischen Schweiz angesiedelt. Die Action solle dabei nicht „übermäßig zelebriert“, sondern „schnell und knackig“ inszeniert werden. „Wir arbeiten mit Thrillerelementen und mit sehr viel Humor“, verrät Wildfeuer. Für den Comedyteil ist in erster Linie die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern verantwortlich. Im Mittelpunkt stehen die beiden LKA-Beamten Carl Berger (Dominic Boeer) und Markus Maiwald (der unlängst als „Tatort“-Kommissar ausgeschiedene Jörg Schüttauf), die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Während Familienvater Markus äußerst sicherheitsbewusst ist, zeichnet sich Carl durch extrem hohe Risikobereitschaft aus, was die Polizeipsychologin Verona Winter (Nadeshda Brennicke) auf den Plan ruft. Trotz ihrer gegensätzlichen Charaktere sind die beiden gute Partner und beste Freunde. „Der Humor soll nicht klamottig sein, aber es soll schon ein Buddy-Movie werden und ein wenig ,bigger than life‘“, beschreibt Friedrich Wildfeuer den Charakter des Stoffs. In der Pilotfolge wird Carl zur Zielscheibe eines offenbar verrückten Bombenlegers, der nach und nach kaltblütig und gezielt mehrere Menschen ermordet. Auffällig ist, dass alle Opfer zum Zeitpunkt der großen Flut von 2002 wichtige Positionen im Ka - tastrophenschutz innehatten. Gedreht wurde in Bad Schandau, in der Umgebung des Elbsandsteingebirges sowie auf der hoch über der Elbe thronenden Festung Königstein, wo Regisseur Florian Kern eine Actionsequenz mit waghalsigen Kletterstunts inszenierte. Weitere Drehorte waren Dresden und Berlin, wo aus logistischen Gründen einige Innenaufnahmen gedreht wurden. Die Drehzeit für „Mein Land“ betrug 25 Tage. Gedreht wurde von Kameramann Gerhard Schirlo mit zwei RedOne-Kameras, um einen Kinolook zu erzeugen und den schnelleren Workflow zu nutzen. Das Drehuch stammt von Frank Speelmans, die Redaktion liegt bei Ulrike Leibfried. Die Fertigstellung ist für Ende Oktober geplant. Vor „Mein Land“ hat Friedrich Wildfeuer zusammen mit Robin von der Leyen „380.000 Volt – Der große Stromausfall“ für Sat.1 fertiggestellt. Der Hauptdreh fand bereits im Herbst/Winter 2009 statt, jedoch musste die Produktion für Schnittbilder eines Umspannwerkes und von arbeitenden Stromgreifern bis ins Frühjahr warten. Der Film beschreibt einen Stromausfall, der außer Kontrolle gerät, und seine Folgen für Berlin. Regisseur Sebastian Vigg hat den Film in der Hauptstadt gedreht. Nur erteilte der dortige Stromversorger keine Drehgenehmigung für die Schnittbilder, die dann im Rheinland aufgenommen wurden. „Wir haben drei Monate auf den einen Drehtag gewartet“, erinnert sich Wildfeuer lachend. „Entweder kam uns Eis oder Schnee oder der Karneval in die Quere.“

Da die Szene im Rohschnitt beinhaltet sein sollte, verzögerte sich die Fertigstellung entsprechend. Auch „380.000 Volt“ wurde von Kameramann Peter Nix mit zwei elektronischen Kameras gedreht, in diesem Fall mit der Arri D21. Das Drehbuch stammt von Christoph Darnstädt. Medienboard Berlin-Brandenburg und FFF Bayern haben das Projekt gefördert. Die Hauptrolle einer Ingenieurin, die die Katastrophe verhindern muss, wird von Ann-Kathrin Kramer gespielt. In weiteren Rollen sind Tobias Oertel und Rolf Kanies zu sehen. Ausstrahlung ist im Herbst 2010.

Artikel aus der Blickpunkt: Film Berlin, 27.08.2010, 14:51